Brauche ich einen Businessplan für den Unternehmenskauf?

July 4, 2019

Ohne Businessplan ist beim Firmenkauf ein erfolgreicher Abschluss selten möglich

Eine Nachfolgeregelung erfolgreich abzuschließen ist für beide Vertragspartner ein wichtiger Meilenstein. Wenn ein Unternehmer sein aufgebautes Unternehmen abgeben will, ist er auf der Suche nach einem fähigen und ambitionierten Unternehmer.

 

Der künftige Firmeninhaber ist meist voller Tatendrang und Vorfreude, bald seine eigene Existenz aufzubauen. In vielen Fällen haben beide Parteien lange nach dieser Chance gesucht und sind froh, eine tragfähige Lösung gefunden zu haben. Die Frage der Finanzierung des Kaufpreises für die Nachfolge ist zentral. Ein Businessplan muss gut durchdacht und aufbereitet sein, um die externen Geldgeber von der Zukunftsfähigkeit des Vorhabens zu überzeugen. Der Businessplan ist somit eine Grundlage für die Externen, aber nicht nur.

Der Businessplan ist ein Nachweis für Substanz 

Wenn eine Nachfolgeregelung durch den Kauf eines Unternehmens stattfindet, ist der Käufer verpflichtet, den vereinbarten Kaufpreis an den vorherigen Inhaber zu zahlen. Normalerweise hat er nicht die gesamten notwendigen finanziellen Mittel dazu. Daher ist eine Finanzierung eines Teils der Kaufsumme notwendig. Deshalb muss der Geldgeber davon überzeugt werden, dass das Unternehmen nicht nur in der Vergangenheit erfolgreich war, sondern auch in der Zukunft.

Der Businessplan zeigt auf, welche Pläne der Firmenkäufer hat und wie er das Unternehmen auch nach der Regelung der Nachfolge erfolgreich am Markt betreiben möchte. Das finanzierende Kreditinstitut (häufig die Hausbank des künftigen Firmeninhabers) geht nicht davon aus, dass die Geschäfte nach der Übergabe weiter laufen wie bisher. Der Käufer muss genau belegen, wie er die Marktchancen und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens abschätzt. Dafür erstellt er einen Businessplan. Dieser ist fast der wichtigste Aspekt bei der Vertragsverhandlung mit der Bank. Die Ausarbeitung muss so fundiert und transparent sein, dass für den Geldgeber auf Anhieb erkennbar ist, dass das Unternehmen mit einem neuen Inhaber erfolgreich am Markt bestehen bleibt. Der Käufer muss der Erstellung des Businessplans seine volle Aufmerksamkeit schenken, denn gewöhnlich hat er nur eine Chance, die Unterlagen bei der finanzierenden Bank vorzulegen. Wenn seine Persönlichkeit und sein Konzept die Zukunftsfähigkeit seines Projekts nicht anhand des Dokuments überzeugen, ist diese Chance vertan, denn es gibt meist keine Gelegenheit mehr, dem Geldgeber nach einer Ablehnung die Substanz des Vorhabens nachzuweisen.

Ein Businessplan sollte mit einem Experten erstellt werden

Bestimmte Kriterien sind bei der Ausarbeitung eines Businessplans für eine Finanzierung zu beachten. Das Dokument muss umfangreichen Anforderungen genügen. Beispielsweise sollen die aktuelle Marktsituation, die Lage der Konkurrenz, die potenzielle Nachfrage und der Wettbewerb des Marktes analysiert und beschrieben werden. Dabei handelt es sich nicht um die Beurteilung eines kurzfristigen Zeitpunkts. Geldgeber legen Wert darauf, dass das Projekt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren dargestellt wird. Der zukünftige Unternehmer muss also die Entwicklung des Betriebs vorhersehen und für die nächsten Monate fundiert und nachvollziehbar einschätzen. Dabei sollten immer vorsichtige Prognosen abgegeben werden. So sollten die Kosten nicht zu niedrig angesetzt werden und die Erträge wiederum nicht zu positiv. Das Internet bietet eine Reihe von Nachschlagequellen und Vorschlägen für die Ausarbeitung eines Businessplans beim Unternehmenskauf. Viele Hausbanken bieten hier Mustervorlagen. Jedoch ist für eine fundierte Ausarbeitung und eine verständliche Aufarbeitung ein Fachmann mit Erfahrung erforderlich. Die Experten der KMU Beratungen wissen genau, wie ein solider Businessplan aussehen sollte. Sie kennen die Zahlen, Daten und Fakten, die im Businessplan dargelegt werden müssen, um den Geldgeber zu überzeugen. Häufig ist hier auch eine Zweitmeinung und Prüfung eines Spezialisten mehr als Gold wert.  

Der Businessplan in der Schublade

Einmal erstellt und ab in die Schublade... Spätestens nach der ersten Sitzung mit dem Kreditinstitut wird der Berater des kreditgebenden Institutes den Businessplan parat haben und mit den erzielten Ergebnissen vergleichen.

Wenn der neue Eigentümer diese Basis nicht mehr zu Hand (und im Kopf hat), dann wird das Kreditinstitut rasch Vertrauen verlieren. Wenn die Realität die Pläne durchkreuzen, wird es schwierig werden, nochmals weitere finanzielle Mittel zu holen. So könnte er dann sein ganzes Investment (Zeit und Geld) verlieren.

 

Businessplan als Gradmesser für den Eigentümer

 

Last but not least ist der Businessplan auch für das eigene Controlling ein gutes Instrument. Wo stehe ich? Warum haben wir dieses Ziel erreicht oder nicht erreicht? Was müssen wir ändern und wo war die Einschätzung falsch. Zu guter Letzt: Können wir die Kredite bedienen? Dort schliesst sich der Kreis zum kreditgebenden Institut wieder. 

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